Adiaphoron

/[adiˈafoʁɔn]/philosophieHochabstrakte Sprache

etwas moralisch Gleichgültiges, das weder als gut noch als böse gilt – eine Handlung oder Sache, die sittlich neutral ist

Einfach erklärt Der Begriff stammt aus der griechischen Philosophie, besonders der Stoa, und bezeichnet Dinge, die außerhalb des moralischen Urteils liegen. In der Reformation wurde er in Glaubensstreitigkeiten verwendet, um kirchliche Bräuche zu bezeichnen, die nicht heilsnotwendig sind.

Wortformen

  • Substantiv das Adiaphoron, die Adiaphora

Beispiele

  • In der stoischen Debatte galt Reichtum als Adiaphoron – weder erstrebenswert noch verwerflich an sich.
  • Ob man stehend oder sitzend isst, behandelten die Kirchenväter als Adiaphoron und überließen es dem Einzelnen.

Wortfamilie

adiaphorischAdiaphorismus

Weitere Woerter aus „philosophie“

Alle 108 Woerter zum Thema philosophie ansehen