Mediatisierung

/[mediaˌtiziːˈʁuːŋ]/geschichteHochabstrakte Sprache

Prozess, bei dem eigenständige Herrschaften oder Akteure einer übergeordneten Macht eingegliedert werden und dabei ihre formale Stellung verlieren

Einfach erklärt Der Begriff stammt aus der deutschen Verfassungsgeschichte und bezeichnet vor allem die Eingliederung kleinerer Fürstentümer in größere Staaten um 1806; in der Kommunikationswissenschaft wird er heute auch für den wachsenden Einfluss der Medien auf gesellschaftliche Bereiche verwendet.

Wortformen

  • Substantiv die Mediatisierung, die Mediatisierungen

Beispiele

  • Im Zuge der Mediatisierung verloren zahlreiche Reichsfürsten ihre unmittelbare Stellung gegenüber dem Kaiser.
  • Historiker streiten darüber, ob die Mediatisierung des frühen 19. Jahrhunderts als Modernisierungsschub oder als Entmachtung zu werten sei.

Wortfamilie

mediatisieren

Synonyme

Gegenteile

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